Es ist endlich an der Zeit, zu handeln – und zwar jetzt!

Gerd Muhle drängt in Sachen Johanneskapelle zur Eile: „Irgendwann sind die Schäden irreparabel“

Die Johanneskapelle muss dringend saniert werden. Fördergelder wurden für dieses Jahr jedoch abgelehnt.  Foto: RSA/Addicks

Die Johanneskapelle muss dringend saniert werden. Fördergelder wurden für dieses Jahr jedoch abgelehnt.  Foto: RSA/Addicks

 

Rietberg (mad). Lange schon wird debattiert, wie es mit der altehrwürdigen Johanneskapelle weitergehen soll. Allen ist klar: Es muss etwas getan werden. Eine Nichtsanierung würde das schmucke Gebäude irgendwann so marode werden lassen, dass es nicht mehr zu retten ist. Doch eine Sanierung kostet Geld. Viel Geld, um genau zu sein. Und in Zeiten wie diesen sitzt keiner Kommune der Mammon lose im Stadtsäckerl. Die Rietberger SPD formuliert dazu einen Antrag. 

Bürgermeister Andreas Sunder musste den Rietberger Fraktionen kürzlich mitteilen, dass die Emskommune in sämtlichen beantragten Fördermaßnahmen nicht berücksichtigt wird. Darunter fällt neben den Sportheimen in Druffel und Neuenkirchen sowie der Umgestaltung der Rathausstraße eben auch eine Förderung für die Sanierung der Johanneskapelle. Unterstützung ist damit nicht zu erwarten – zumindest nicht für dieses Jahr und somit könnten sich die so dringend notwendigen Reparaturarbeiten weiter verschieben. „Doch wenn hier nicht bald gehandelt wird, besteht die Gefahr, dass dieses wichtige historische Gebäude dauerhaften Schaden erleiden könnte“, sagt Gerd Muhle. Seine SPD-Fraktion stellt deswegen einen Antrag, der im nächsten Bau- und Verkehrsausschuss besprochen werden soll. Darin heißt es: „1. Der Ausschuss beschließt Maßnahmen, die Johanneskapelle vor weiterem Verfall zu schützen. 2. Die Verwaltung informiert den Ausschuss, welche Möglichkeiten bestehen, dass provisorisch oder in Stufen die Johanneskapelle langfristig erhalten werden kann.“

„Wenn man die Johanneskapelle in Augenschein nimmt, fällt auf, dass ihr Zustand immer schlechter wird. Man muss befürchten, dass die Schäden in absehbarer Zeit irreparabel werden“, sagt Muhle in seiner Antragsbegründung. Mehrheitlich war die Rietberger Politik der Meinung, die Johanneskapelle als erhaltenswürdig anzusehen. Nun muss sie zeigen, ob sie dafür auch bereit ist, tief in die Kasse zu greifen, um das barocke Kleinod zu sanieren. Am 25. Mai soll dieses Thema im Bauausschuss der Stadt Rietberg zur Sprache kommen.