Anwohner machen sich für Radweg stark

Bürgerantrag fordert Politik an der Westenholzer Straße zum Handeln auf

Gefährlich: Schülern, die zur Bushaltestelle an der Westenholzer ­Straße gehen, kommen häufig LKWs entgegen.  Foto. RSA

Gefährlich: Schülern, die zur Bushaltestelle an der Westenholzer ­Straße gehen, kommen häufig LKWs entgegen.  Foto. RSA / Steinberg 

 

Mastholte (sst). Die Anwohner der Westenholzer Straße, L587, haben im Rahmen des Dorfinnenentwicklungskonzepts (DIEK) einen Bürgerantrag für den Bau eines Fuß- und Radweges zwischen der Lippstädter Straße (Ortskern Mastholte-Süd) und der Kreisgrenze zu Paderborn (Mastholter Straße, Ortsteil Westenholz) gestellt und darin die Politik zum Handeln aufgefordert. Gründe sind Unfälle und der unsichere Schulweg.

Bereits im Juni 2013 gab es einen Vor-Ort-Termin, zu dem lokale politische Verantwortliche eingeladen waren, die Argumente zu hören und in Dialog mit den Betroffenen getreten. Neben Gesprächen wurde das Teilstück zu Fuß abgegangen, so dass die Erfahrung nachhaltigen Eindruck bei den Verantwortlichen hinterlassen konnte. Der Wunsch nach einem „Bürgerradweg“ wird also seit längerem diskutiert. Passiert ist, zum Ärger der Anwohner, seitdem nichts.

Anlass für den Antrag ist das deutlich erhöhte Verkehrsaufkommen an der L587, wodurch die Konsequenzen der schmalen Fahrbahn immer mehr zum Tragen kommen und in den letzten Jahren schon zu einigen Unfällen geführt hat. Das Übertreten der Geschwindigkeitsbegrenzung sowie extrem enge Überholmanöver mit überhöhter Geschwindigkeit im Kurvenbereich seien keine Seltenheit und des Öfteren büßen LKW einen Außenspiegel ein, berichten Anwohner. Im Umfeld ansässig sind größere Unternehmen aber auch kleinere Handwerksbetriebe, die das Verkehrsaufkommen maßgeblich mit beeinflussen, sei es durch An- und Abfahrt der Mitarbeitenden oder durch den zugehörigen Lieferverkehr. Die Kreuzung Westenholzer Straße/Halaustraße Brandstraße und die Kreuzung Westenholzer Straße/ Schillerstraße liegen zudem zentral im Schulwegebereich. Besonders zu den Schulzeiten sind hier sehr viele Kinder zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. Auch bei Umleitungen (Ortsumgehung Mastholte) werden die Kreuzungen weiter belastet.

Die Anwohner wollen den umliegenden Firmen, die sich ebenfalls für einen Bürgerradweg aussprechen, explizit keine Vorwürfe machen, sondern sehen die Verantwortung bei der Politik. So heißt es im Bürger­antrag: „Grundsätzlich ist eine starke Industrie, sowie die Erweiterungsmöglichkeiten für die Betriebe wichtig und richtig. Dabei sollte man die Anwohner bei diesem Prozess nicht vergessen und im „Regen stehen lassen“. Ob und wie das Projekt in eine Realisierungsphase zu überführen ist, bleibt offen. Ein erster eindrucksvoller Anstoß ist mit dem Bürger­antrag gemacht.