Ob in Leichter Sprache formuliert wie hier oder in „klassischer“ Form dargestellt: Die Krebsgesellschaft NRW bietet Patienten und Praxen gut verständliche, kostenfreie Informationen zum Thema Darmkrebs zum Herunterladen oder Bestellen. (Foto: Krebsgesellschaft NRW e. V.)
Kreisgebiet. Anlässlich des Darmkrebs-Monats März appellieren Gesundheitsorganisationen in Westfalen-Lippe eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger, das Vorsorgeangebot zu nutzen: „Darmkrebs ist heilbar. Wird er früh erkannt, liegen die Heilungschancen bei nahezu 100 Prozent. Deshalb unsere Bitte: Gehen Sie zur Darmkrebs-Vorsorge, denn sie rettet Leben. Für Darmkrebs wie für alle Krebsarten gilt: Früh erkannt – Gefahr gebannt!“, so der gemeinsame Aufruf von ÄKWL, AOK, bng, KVWL und vdek.
Alljährlich im März rückt der Darmkrebs in den Blickpunkt. Die Gefahr, daran zu erkranken, erhöht sich mit zunehmendem Alter. Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung und unter den krebsbedingten Todesfällen die häufigste Todesursache. Mehr als 50.000 Menschen erhalten jedes Jahr in Deutschland die Diagnose Darmkrebs – und fast jede zweite Darmkrebs-Erkrankung verläuft tödlich. Dafür nehmen mit 42 Prozent immer noch zu wenige Menschen Vorsorgeuntersuchungen wahr.
Bewusster Lebensstil senkt Darmkrebs-Risiko
Dabei kann jeder und jede Einzelne mit einem bewussten Lebensstil vorbeugen und selbst dazu beitragen, sein Risiko für eine Darmkrebs-Erkrankung zu senken: mit einer ausgewogenen, ballaststoffreichen Ernährung mit Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Gemüse sowie weniger Fleisch; hier empfiehlt sich zudem Geflügel und Fisch anstelle von rotem Fleisch und Wurstwaren. Auch ausreichende Bewegung, der Verzicht auf Tabak und ein maßvoller Umgang mit Alkohol senken das Darmkrebs-Risiko.
Zwei Angebote, ein Ziel: Darmkrebs verhindern
Zwei konkrete Vorsorgeangebote helfen, eine Darmkrebs-Erkrankung früh zu erkennen und einen schweren Verlauf zu verhindern: Zum einen können Männer wie Frauen ab 50 Jahren eine Darmspiegelung („Koloskopie“) in Anspruch nehmen, für Frauen gilt diese Altersgrenze seit dem vergangenen Jahr. Verläuft die erste Untersuchung ohne Befund, wird eine Zweituntersuchung im Abstand von zehn Jahren empfohlen. Gesetzlich Krankenversicherte haben so Anspruch auf zwei Darmspiegelungen. Zum anderen können Frauen und Männer ebenfalls ab 50 Jahren, die im Früherkennungsprogramm keine Darmspiegelung wahrnehmen möchten, alle zwei Jahre einen sogenannten Stuhl-Test machen. Die Kosten für diese immunologischen Tests („iFOBT“) auf nicht sichtbares Blut im Stuhl übernehmen ebenfalls die Krankenkassen. Die Stuhltests lassen sich ohne ärztliche Hilfe allein zu Hause durchführen
