Rietberg (dg). Wenn schon beim Final-Song das Publikum jubelnd aufspringt, frenetisch applaudiert und seiner Bewunderung freien Lauf lässt, dann spricht das für sich. Mit ihrem Weihnachts-Musical „Shrek“, hat die JMB die größte und aufwendigste Produktion ihrer langen Geschichte realisiert. 60 Schauspieler in 180 märchenhaften Kostümen, ergänzt durch ein großes Produktions-Team, sind zunächst nur nackte Zahlen, die Volumen andeuten. Das künstlerische Ergebnis, präsentiert bei der Premiere, Samstag, 29.11. im Musentempel Cultura, war grandios!
Die Geschichte basiert auf dem Oskar prämierten Dreamworks Animationsfilm Shrek (2002) und dem Buch von William Steig. Traumhafte Fantasien einer bunten Märchenwelt, gespickt mit herrlichem Humor. Früh als Siebenjähriger wird der Oger Shrek von seinen Eltern mit harten Worten „Hau endlich ab! “ weggeschickt, um alleine aufzuwachsen. Oger sind übergroße Sagen-Unholde mit ungewöhnlich brutaler Kraft. Nicht so unser Titelheld (Timo Schlüter), der als gutherziger, missverstandener Riese zum Mittelpunkt des Musical agiert. Doch wegen seines Aussehens wird er von einem wütenden Mob angegriffen. Er zieht sich verbittert zurück und findet sein neues Zuhause alleine in einem stinkenden Sumpf. Zur gleichen Zeit sperren König Harold und Königin Lilian ihre kleine Tochter in einen mächtigen Turm. Als edle Prinzessin soll sie erwartungsgemäß von einem strahlenden Prinzen wachgeküsst werden. Shrek, mittlerweile erwachsen, wird in der Ruhe seiner kleinen Sumpflandschaft unerträglich gestört, als Soldaten eine Horde Märchenwesen in seinen Lebensraum treiben, die Lord Farquaad aus seiner Stadt Duloc verbannen will. Szenenapplaus für die große Schar Fabelfiguren in sensationellen Kostümen vom Bühnenteam geschneidert, wie Pinocchio, Rotkäppchen, die Hexe, Feen und weitere. Shrek, völlig irritiert, macht sich wütend auf den Weg zum exzentrischen, tyrannischen Lord Farquaad (Jan Pöppelbaum), um seinen Sumpf wieder für sich selbst zu bekommen. Auf der Suche nach dem
Weg trifft er den ständig plappernden Esel (Svenja Knaup), der mit ihm gehen will. Shrek willigt ein und mit dem Duo nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf. Lord akzeptiert Shrek‘s Wunsch, wenn er die vom Drachen bewachte Prinzessin Fiona aus dem Turm befreit. Farquaad muss sie heiraten, sonst kann er kein König werden. Fiona (Emilie Grabke) erlangt die Freiheit und Märchen enden märchenhaft – Fiona verliebt sich in Shreck. Zweieinhalb Stunden fesselt dieses Zauberwerk an Inzienierung mit 24 Songs, live gespielt in Broadway-Qualität von der JMB-Hausband. Musical-Regie führte Paul-Leo Leenen.
Fotos: RSA / Rehling

































































